Auf dem Weg in den Hessischen Landtag

Bild: Janik Huber

Am 05.11.2022 wurde ich von der SPD im Wahlkreis 48 zum Direktkandidaten für den Hessischen Landtag nominiert. Zum Wahlkreis 48 gehören die Kommunen Biebesheim am Rhein, Büttelborn, Gernsheim, Groß-Gerau, Mörfelden-Walldorf, Riedstadt, Stockstadt am Rhein und Trebur. Ich nehme nun also die Herausforderung an und stelle mich den Bürgerinnen und Bürgern dieser Kommunen im Herbst 2023 zur Wahl, um mit dem Direktmandat in den Hessischen Landtag einzuziehen.

Hier möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich Ihnen und Euch vorzustellen:

Mein Name ist Thomas Schell, ich bin 48 Jahre alt und hauptamtlicher Bürgermeister meiner Heimatgemeinde Biebesheim am Rhein. Diese Aufgabe nehme ich inzwischen in der dritten Amtsperiode wahr und führe seit 17 Jahren die Verwaltung meiner Gemeinde.

Warum nun der Wechsel von der Kommunalpolitik in die Landespolitik?

Die kommunale Selbstverwaltung wird durch die gegenwärtige hessische Landesregierung massiv geschwächt. Das erlebe ich als Bürgermeister, aber auch als ehrenamtlicher Politiker im Kreistag Groß-Gerau und den vielen Verbänden, denen ich angehöre. Mein Fazit: Die Kommunen brauchen endlich eine starke Stimme im hessischen Landtag.

Seit 25 Jahren bin ich inzwischen kommunalpolitisch aktiv. Zunächst acht Jahre als Gemeindevertreter in Biebesheim und schließlich seit 2005 als hauptamtlicher Bürgermeister. Über zehn Jahre gehöre ich dem Kreistag Groß-Gerau an, bin dort stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion und zugleich finanzpolitischer Sprecher der Koalition aus SPD, Grünen und Linken. Darüber hinaus bin ich im SPD-Unterbezirk Groß-Gerau stellvertretender Vorsitzender.

Neben meinen kommunalpolitischen Aufgaben bin ich auch vielfältig ehrenamtlich aktiv.

Ob in Wasserverbänden, Abfallwirtschaftsverband, Zweckverband Riedwerke, Verwaltungsrat der Kreissparkasse Groß-Gerau oder im Aufsichtsrat der Baugenossenschaft Ried – in zahlreichen Themenfeldern habe ich Einblicke, die eine gute Grundlage für meine zukünftige Tätigkeit im hessischen Landtag sein werden.

Fernab der Politik ist für mich persönlich die Orts- und Familiengeschichte in meiner Gemeinde und der Region und meine Tätigkeit im Vorstand des Biebesheimer Heimat- und Geschichtsvereins ein guter Ausgleich.

Ich möchte mich in der Landespolitik insbesondere mit folgenden Themen intensiv auseinandersetzen:

Frühkindliche Bildung – Die Probleme in den Kindertagesstätten sowie an den Schulen werden immer größer und die Eltern, Beschäftigten und Träger der Einrichtungen werden durch das Land Hessen allein gelassen. Hier gilt es durch eine gute und vorausschauende Sozialpolitik bessere Rahmenbedingungen für die Betreuung unserer Kleinsten zu ermöglichen.

Schaffung von bezahlbarem Wohnraum – Höhere Mieten und massiv steigende Nebenkosten belasten Mieterinnen und Mieter immer gravierender. Hier muss dringend durch das Land gegengesteuert werden. Wir brauchen bessere Förderbedingungen für den sozialen Wohnungsbau und wir brauchen eine Unterstützung der Kommunen, die sozialen Wohnungsbau in ihren Gemarkungen aktiv begleiten.

Ausbau des ÖPNV – Der öffentlichen Personennahverkehr muss einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Individualverkehr erhalten. Das 9-Euro-Ticket hat gezeigt, dass Menschen bereit sind in den ÖPNV zu wechseln, aber dazu bedarf es nicht nur günstiger Ticketpreise, sondern es bedarf besserer Verbindungen, engerer Taktungen und flexibler Modelle gerade auch für ländliche Kommunen. Durch meine Aufgabe im Zweckverband Riedwerke begleite ich seit Jahren die Entwicklung des Lokalen Nahverkehrs und ich weiß, dass es auf kommunaler Ebene eine Vielzahl von guten Verbesserungsideen gibt, wenn man seitens des Landes die notwendige Finanzierung sicherstellt.

Kommunale Selbstverwaltung –Ich sehe die Kommunen bei der gegenwärtigen Landesregierung in einer sehr schwachen Position. Dies muss sich ändern, denn die kommunale Selbstverwaltung ist eine tragende Säule der Demokratie. Hier entscheiden ehrenamtliche Gremienmitglieder unmittelbar über Maßnahmen, die ihre Nachbarn, Freunde und Kollegen betreffen. Um gute Entscheidungen zu ermöglichen und nicht nur den Mangel zu verwalten, ist eine ausreichende finanzielle Ausstattung unerlässlich. Die Kommunen an diesem Punkt nicht zu schwächen, sondern zu stärken, muss eine Hauptaufgabe der künftigen hessischen Landesregierung sein. Daran arbeite ich gerne mit.

Dafür werbe ich in den nächsten Wochen und Monaten und dafür bitte ich um Ihre/Eure Stimme für die SPD und für meine Kandidatur bei der hessischen Landtagswahl im Herbst 2023.

Ihr/Euer

Thomas Schell