Gymnasiale Oberstufe: Zukunft für den Schulstandort Riedstadt

Schulcampus am neuen Standort / Wohngebiet als Chance für Goddelau

Die SPD-Fraktion hat gemeinsam mit CDU, BfR sowie FW/FRB unter dem Titel „Zukunft für den Schulstandort Riedstadt“ einen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Damit wollen sie die Weichen stellen, um die geplante Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an der Martin-Niemöller-Schule zu unterstützen – diese Maßnahme aber auch als Impuls für die Stadtentwicklung zu nutzen.

Wenn das Parlament der Vorlage zustimmt, begrüßt es die im Schulentwicklungsplan des Kreises vorgesehene Erweiterung der Schule und gibt eine sinnvolle Richtung für die räumliche Ausgestaltung vor. Danach soll der Magistrat die Grundlagen für einen neuen Schulcampus an einem anderen Standort erarbeiten und das heutige Schulgelände, wenn es frei wird, gemeinsam mit dem Kreis städtebaulich entwickeln.

Die Stadtverordnetenversammlung spricht in diesem Punkt mit einer Stimme. So hat die Stadtverordnetenversammlung den Antrag mit großer Mehrheit angenommen. Schon im November hatte sie einstimmig dem SPD-Antrag zugestimmt, sich positiv zu der geplanten Entwicklung zu stellen. „Der derzeitige Standort ist für die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe nicht ausgelegt und kommt sich schon jetzt räumlich an seine Grenzen“, begründet der Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion Bayram Özmen den Wunsch nach einem neuen Campus.

Sanierung der alten Gebäude wäre unwirtschaftlich

Denn die Bauten sind unsaniert, die Räume veraltet: „In Zukunft wären schon ohne die Einrichtung einer Oberstufe hohe Investitionen nötig“, erklärt Özmen. „Das aber wäre verschwendetes Geld, denn Riedstadt wächst, ebenso die Zahl der Schülerinnen und Schüler.“ Ein neuer Standort ist daher eine sinnvolle Investition, auch mit Blick auf die digitale Infrastruktur. Zugleich ist dabei eine bessere Anbindung an den ÖPNV möglich – heute kommt es bei der Busanbindung durch die engen Straßen oft zu schwierigen Situationen.

Was aber wird aus dem heutigen Schulgelände? In Zusammenarbeit mit dem Schulträger, schlagen die Fraktionen vor, soll es so umgestaltet werden, dass die Bürger vor Ort eine Entlastung erfahren. Ein neues Wohngebiet kann entstehen, das den Ortskern von Goddelau aufwertet und den Klimaschutz besonders berücksichtigt. „Bis es soweit ist“, verweist der Fraktionsvorsitzende der SPD auf einen weiteren Vorteil, „kann durch den Ortswechsel der Betrieb ohne Einschränkungen fortgeführt werden – es ist nicht nötig, die Schülerinnen und Schüler in Container zu zwängen wie bei einem Neubau am alten Standort.“