Geschichte(n) der Weedgass

Der Gemarkungsrundgang, den die Goddelauer SPD alljährlich Anfang Januar unternimmt, konzentrierte sich diesmal auf eine einzige Straße.

Also begrüßte Vorsitzender Albrecht Ecker rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem „Rundgang ganz anderer Art“, wie es dem SPD Ortsverein schon seit geraumer Zeit vorgeschwebt sei. Denn am Samstagnachmittag wurde weniger gewandert, sondern Goddelauer Geschichte(n) erzählt. Und zwar solche aus der Weedgass oder, wie es amtlich auf dem Straßenschild steht, der Weidstraße.

Geführt wurden die Spaziergänger von Klaus Görlich und Ludwig Hefermehl. Beide gehören einer Gruppe von lokalhistorisch Interessierten an, die sich vor drei Jahren unter dem Namen „Alt-Golle“ gegründet hat. Mit dabei ist auch Erika Zettel. Wie die Riedstädter Ehrenstadträtin erklärte, geht es der Gruppe um die historische Aufarbeitung der Straßen des alten Goddelaus. „Besonders geschichtsträchtig ist die Weedgass“, sagte Erika Zettel: „Fast zu jedem Haus kann man etwas sagen.“ Das prominenteste ist das Büchnerhaus. Aber die Gemarkungsrundgänger erfuhren, dass diese Straße noch mehr Interessantes bietet als das Geburtshaus Georg Büchners.

Ein Stück gewandert wurde beim Gemarkungsrundgang auch. Durch die Feldgemarkung ging es bis zum Vereinsheim der Goddelauer Geflügelzüchter, wo die Veranstaltung mit einer Abschlussrast bei Linsensuppe und Würstchen zu Ende ging. Auf dem Weg dorthin
machten die Spaziergänger Station an der Friedenseiche, wo es Glühwein und Kinderpunsch gab.