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Pressemitteilung:

Riedstadt, 17. Oktober 2016

Bürgerdialog der SPD im Südkreis zur Ärztlichen Versorgung

Diskussion mit Politik und Ärzteschaft
v.l. Gerald Kummer, Dr. Hans-Josef Lang, Andreas Hirsch, Thomas Will, Dr. Stephanie Weber
Die SPD im Südkreis hat im Rahmen ihrer Reihe Bürgerdialog zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Ärztliche Versorgung im Südkreis“ eingeladen. Der kleine Sitzungsraum im Volkshaus Crumstadt hatte nicht ausgereicht, so dass einige interessierte Bürgerinnen und Bürger im Vorraum stehen mussten.

Das Podium war mit dem Landtagsabgeordneten Gerald Kummer, Landrat Thomas Will sowie den Ärzten Dr. Stephanie Weber aus Erfelden und Dr. Hans-Josef Lang aus Leeheim hochkarätig besetzt. Souverän moderiert wurde der Abend vom Bürgermeisterkandidaten der Riedstädter SPD Andreas Hirsch.

Zu Beginn berichtete Landrat Will über die neuesten Entwicklungen zur Kreisklinik. Die Anträge auf Mittel aus dem Strukturfonds des Landes und zur Umsetzung des Konzepts für Altersmedizin am Standort Groß-Gerau werden dem Sozialministerium jetzt zur Genehmigung zugeleitet. Der Kreis setzt alles daran, dass die Kreisklinik in Groß-Gerau erhalten bleibt.

Andreas Hirsch lenkte danach den Blick auf das Thema des Bürgerdialogs und berichtete über den Runden Tisch der Stadt Riedstadt zur ärztlichen Versorgung. Dr. Weber und Dr. Lang wiesen auf die äußerst prekäre Situation im Ried hin. Fast die Hälfte der praktizierenden Hausärzte im Ried ist über 60 Jahre alt und es fehlt an Nachwuchs. Hier ist die Politik gefragt, die alles daran setzen muss, potenziellen jungen Ärzten das Ried schmackhaft zu machen, z. B. durch Bereitstellung von Bauplätzen, Gewährleistung von Kinder- und Schulkindbetreuung.

Nach der Rechnung der für die Ärzte zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) kommen auf einen Hausarzt 1671 Patienten. „Das ist nicht zu bewältigen, zumal die Patienten nicht nur einmal zur Behandlung kommen“, so die beiden Ärzte. Die Hausarztpraxen sind heillos überfüllt.

Gerald Kummer forderte deshalb das Sozialministerium als Aufsichtsbehörde für die KV auf, endlich tätig zu werden und bessere Bedingungen für junge Ärzte zu schaffen.

Aus der Versammlung kam der Wunsch nach besserer Vernetzung mit der ambulanten Pflege. Dr. Weber wies darauf hin, dass die Zusammenarbeit in diesem Bereich sehr gut laufe, dies jedoch keine fehlenden Ärzte ersetzen kann.

Der Kreis ist bereits bei der KV initiativ geworden, um zu erreichen, dass das Ried unabhängig von Darmstadt gerechnet wird. Leider bisher erfolglos.
„Beim Kreis hat das Thema Ärztliche Versorgung hohe Priorität und es gibt bereits einen Maßnahmenkatalog“, führte Landrat Will aus.

Andreas Hirsch wies in diesem Zusammenhang auch auf die Bereitschaftsdienstzentrale im Ried hin und forderte, deren Erhalt in alle Überlegungen und Verhandlungen mit einzubeziehen.



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